Der DBV-Landesverband hat kein Verständnis für die im Moment geführte Diskussion zur Entwidmung der Stammbahntrasse von Schöneberg nach Zehlendorf, um dort einen Radweg zu bauen. Eine Entwidmung der als Verkehrsweg Eisenbahn planfestgestellten Trasse parallel zur heutigen S-Bahn-Linie 1 würde faktisch das Aus für eine spätere Reaktivierung bedeuten. Radverkehr und ÖPNV-Nutzung gehören zum Umweltverbund - der umweltfreundlichen und stadtverträglichen Fortbewegung. Wollen einige Bezirksverordnete wirklich beide wichtigen Verkehrsträger gegeneinander ausspielen, nur weil die Bahntrasse im Moment vielleicht einfacher zu haben ist?

Aktuelle Prognosen sagen ein weiteres, deutlichen Ansteigen des Radverkehrs und der Bahn- und Busnutzung in Berlin für die kommenden Jahre voraus. Verlierer ist in Berlin immer der Autoverkehr. Wer vor dem Hintergrund solcher Prognosen fordert, eine innerstädtische Bahntrasse zu entwidmen, denkt kaum an die Zukunft. Vielleicht gehört der Schnellradweg ja eher auf die heutige Standspur einer verschmälerten Bundesstraße 1, die von Schöneberg bis Steglitz autobahnähnlich ausgebaut ist?!

Frank Böhnke, Landesvorsitzender des Verbandes, weist auf eine andere Möglichkeit hin: "Wenn es nach Prüfung wirklich keine Alternative geben sollte, als den Radweg auf der Bahnfläche zu verlegen, braucht sie nicht entwidmet zu werden. Der Radweg als Zwischennutzung, auch vielleicht für 15 oder 20 Jahre, ist eine machbare Alternative ohne Fakten zu schaffen, die später vielleicht bereut werden." Sollte es jedoch zu einer Entwidmung kommen, wird sich der DBV-Landesverband mit allen gebotenen Möglichkeiten dagegen wehren.

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