Hamburg und Schleswig-Holstein drohen noch stärker in ein Bahnchaos zu versinken !
Wir sagen: DB Infra GO Hamburg plant dieses Chaos trotz aller Warnungen.
Damit verspielt die DB Hamburg ihr Vertrauen und die Hamburger Verkehrsbehörde unter dem Senator Tjarks verkauft notwendige Fahrgastinteressen.
Keine Konsequenzen aus Olympia gezogen?
Auf der heutigen Pressekonferenz (10.06.2026 von 9 bis 10 Uhr) von Verkehrsbehörde Hamburg, Deutsche Bahn Hamburg, S-Bahn Hamburg und Nordbahn unter der neuen Sternbrücke wurde für den Zeitraum Juli bis Ende August das pure Chaos vorgestellt.
Ohne Not wird die höchst komplizierte „OP am offenen Herzen“ mit Abriss der alten und Einsetzen der neuen Sternbrücke mit weiteren schweren Eingriffen in die Infrastruktur des Bahnknoten Hamburg verknüpft. Es soll in dieser Sperrpause von Juli bis Ende August 2026 außerdem das für die Leistungsfähigkeit überaus wichtige Überwerfungsbauwerk Langenfelde abgerissen werden. Wir wehren uns seit Wochen gegen diese Maßnahme.
Jetzt will DB Hamburg Fakten schaffen und eine untere Ebene der DB mit Herrn Michael Körber scheint „plötzlich der Boss der DB Hamburg“zu sein.
Frau Plambeck fehlte auf der Pressekonferenz. Und als Herr Körber von Prellbock gefragt wurde, ob diese Maßnahmen mit der DB Chefin Frau Evelyn Palla abgesprochen sei, antwortete Herr Körber zweimal sehr ausweichend. Diese vertritt jedoch seit Wochen im Konzern und in der Öffentlichkeit die vernünftige Kernbotschaft: „Jetzt keine Infrastruktur abbauen“!
1. Das Überwerfungsbauwerk Langenfelde ist essentiell für die Leistungsfähigkeit und darf nicht abgebaut werden.
2. In der Sperrpause würde dann der jetzige Bahnhof Altona für alle Züge aus und nach Norden der Start-und End Bahnhof mit 8 Gleisen und 4 S-Bahnlinien und 21 Buslinien sein.
Besser würde es gar nicht gehen. Und außerdem könnte der in der Urlaubszeit wichtige Autoreisezugverkehr dort weiter stattfinden, für den es sonst keinen Ersatz gibt.
3. Der von Herrn Michael Körber vorgestellte Plan, den Bahnhof Pinneberg zum „Hauptbahnhof“ des Nordens zu machen, wird zu Frust, zu Verspätungen, zu großen Pannen führen. Es hat sich bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass dieser kleine Bahnhof, der zudem eine Riesenbaustelle ist, dafür überhaupt nicht geeignet ist
4. Die neuen Pannen in Stuttgart und die Verschiebung der Eröffnung des Tiefbahnhofs auf 2031 oder 2033 müssten in Hamburg Mahnung genug sein.
Prellbock Altona appelliert an die DB-Konzernspitze und an Frau Evelyn Palla:
1. Bitte stoppen sie dieses geplante DB Hamburg Chaos.
2. In Ruhe und mit guter Konzentration die Sternbrücke erneuern!
3. Das ist schon eine Mammut-Aufgabe.
Andreas Müller-Goldenstedt:, Vorstandsmitglied Prellbock-Altona:
Die Hamburger Bürgerschaft hat zweimal ein Verständigungspapier verabschiedet, dass auch die DB Hamburg mit unterzeichnet hat. In dem Papier steht:
- „Der Rückbau von Bahninfrastruktur [in Altona] darf nur bei mindestens gleichwertigem Ersatz erfolgen“
- „Während der Bauphase von Altona-Nord ist die Leistungsfähigkeit des Bestandsbahnhofs umfassend sicherzustellen“
Zurück zur Übersicht