Bus und Straßenbahn stehen schräg nebeneinander. An der Seite steht eine Frau, die ihr Smartphone in die Kamera hält, daneben ein Mann mit einem Fahrschein. Foto: ki generiert
Bus und Straßenbahn stehen schräg nebeneinander. An der Seite steht eine Frau, die ihr Smartphone in die Kamera hält, daneben ein Mann mit einem Fahrschein.

Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) macht sich Sorgen über das mangelnde Interesse der Regierungsparteien CDU, SPD und CSU am Deutschlandticket. In der Politik wird oft behauptet, das Ticket sei zu teuer, langfristig unfinanzierbar und wirke kaum. Doch diese Aussagen stimmen nicht.

Das Ticket hat viele Vorteile und ist ein großer Erfolg! Derzeit nutzen 14 Millionen Menschen pro Monat das Deutschlandticket – die Zahl steigt weiter. Im Vergleich zu anderen Ausgaben der Gesamthaushalt ist die Finanzierung des Tickets praktisch unwichtig - aktuell 0,32 Prozent.

Laut der Prognose des Arbeitskreises Steuerschätzung beim Bundesfinanzministerium steigen die Steuereinnahmen der öffentlichen Haushalte – Bund, Länder und Kommunen – von 944,7 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 1.101,5 Milliarden Euro in 2030. Die jährlichen Aufwendungen am Deutschlandticket bleiben dabei konstant bei je 1,5 Milliarden Euro.

Der Anteil der Kosten für das Deutschlandticket an den Gesamtausgaben der öffentlichen Haushalte verringert sich von 0,32 Prozent im Jahr 2024 auf 0,27 Prozent bis zum Jahr 2030! Das soll zu viel sein?
Die Kosten sind also nicht nur jetzt schon gering, sondern werden sogar weiter sinken. Die politische Diskussion über die Kosten steht damit im Widerspruch zur tatsächlichen finanziellen Belastung. Der DBV sieht darin ein klares Zeichen: Die Regierungsparteien interessieren sich nicht wirklich für den Fortbestand des Deutschlandticket.

Das Deutschlandticket hilft, die Verkehrswende voranzutreiben, weil weniger Menschen Auto fahren. Es entlastet private Haushalte, macht Bahn und Bus attraktiver und trägt zur Reduzierung von CO₂ bei. Diese Effekte müssten auch mit eingerechnet werden.

Für 2026 sagt der DBV klar: Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass das Deutschlandticket erhalten und verbessert wird – egal, was die Politik gerade als wichtig erachtet.

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