Anzeigetafel "MVB wird bestreikt!" Foto: DBV-Archiv
Anzeigetafel "MVB wird bestreikt!"

DBV appelliert an beide Verhandlungsseiten

Der heutige Warnstreik von rund 100.000 Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr in Deutschland wird von Verdi aus Anlass der fehlenden Verhandlungsangebote seit November 2025 ausgerufen. Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen durch kürzere Arbeitszeiten, längere Pausen und höhere Zuschläge. Der DBV appelliert an alle Beteiligten, auch die Fahrgäste zu berücksichtigen, besonders bei den jetzigen winterlichen Bedingungen.

Der öffentliche Verkehr leidet seit Jahren unter gravierendem Fachkräftemangel und Unterfinanzierung, die Kommunen reagieren mit pauschalen Kritiken statt konkreter Lösungen. Wer als Fahrgast nur eine halbe Stunde einem Bus- oder Straßenbahnfahrer aufmerksam über die Schulter schaut, bekommt einen Eindruck von der hohen Verantwortung und dem ständigen Stress im Straßenverkehr: rücksichtslose Autofahrer und Autofahrerinnen, zugeparkte Busspuren und Haltestellen, häufig nicht einhaltbare Fahrzeiten im Rücken und Fahrgäste, die für Verspätungen kein Verständnis haben und das Personal dafür verantwortlich machen.

Die Bundesländer und das Bundesverkehrsministerium sind aufgerufen, politisch und finanziell für eine nachhaltige Verbesserung zu sorgen. Zufriedene Beschäftigte und Kunden sind entscheidend für einen zuverlässigen ÖPNV. Säbelrasseln und Schuldzuweisungen führen nicht weiter; beide Seiten müssen konstruktiv verhandeln.

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