Die von ver.di für den kommenden Freitag und Samstag (27. und 28. Februar 2026) im Rahmen eines Warnstreiks geplanten bundesweiten Streiks im öffentlichen Nahverkehr stellen nach Meinung des Deutschen Bahnkunden-Verbandes (DBV) eine erhebliche Belastung für die Fahrgäste dar. Insbesondere Schüler und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sind auf zuverlässige Verkehrsmittel angewiesen. Ein Warnstreik mit einer Dauer von fast 48 Stunden ist aus Sicht des DBV schwer nachvollziehbar. Er führt zu massiven Beeinträchtigungen im Alltag.
Der DBV weist darauf hin, dass alternative Formen des Arbeitskampfes denkbar gewesen wären, die weniger gravierende Auswirkungen auf die Fahrgäste gehabt hätten. Beispielsweise hätte das Einstellen des Fahrausweisverkaufs oder der Ausfall einzelner Fahrten ebenfalls ein klares Signal an die Arbeitgeber gesendet, ohne die gesamte Mobilität lahmzulegen.
Der DBV erkennt an, dass die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Nahverkehr seit Jahren unterfinanziert und personell ausgedünnt sind. Hier erfüllen die Bundesländer nicht ihre Aufgabe der Daseinsvorsorge! Die Forderung nach attraktiveren Arbeitsbedingungen, insbesondere für Wechseldienste in der Nacht und an Feiertagen, ist nachvollziehbar. Denn nur mit einer angemessenen Bezahlung können neue Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für diese anstrengenden und wichtigen Arbeiten gewonnen werden können.
Die Verantwortlichen bittet der DBV, bei ihren Streikmaßnahmen auch die Interessen der Fahrgäste zu berücksichtigen. Ein Arbeitskampf, der zu einem vollständigen Ausfall des öffentlichen Nahverkehrs führt, trifft insbesondere jene Personen, die keine Möglichkeit zum Ausweichen haben. Eine ausgewogenere Balance zwischen den berechtigten Forderungen der Beschäftigten und den Bedürfnissen der Fahrgäste ist wünschenswert.
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