Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) spricht sch gegen die Einführung eines Pflicht-Passfotos beim Deutschlandticket aus. Die Idee, das Deutschlandticket mit einem Lichtbild zu versehen, hält der Verband für unzeitgemäß, wenig praktikabel und als weitere Demontage des Deutschlandtickets.
Nach dem Angriff auf einen Zugbegleiter im Februar 2026 werden Maßnahmen zum besseren Schutz von Personal diskutiert. Die Einführung eines Pflicht-Passfotos wird jedoch als wenig hilfreich angesehen. Laut DBV fehlen wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit dieser Maßnahme. Wir ghen davon aus, dass der Missbrauch im Promillebereich liegt und somit für die Sicherheit des Personals nicht relevant ist.
Zudem erwarten wir dadurch einen erheblichen Aufwand für Kunden und Unternehmen. Die Umsetzung würde Anpassungen der Software, zusätzliche Kontrollebenen und neue Prozesse für die Erstellung und Überprüfung der Fotos erfordern. Dies würde sowohl für Kunden als auch für Verkehrsunternehmen zu weiteren Komplikationen führen.
Der DBV vermutet, dass zusätzliche Hürden die Attraktivität des Deutschlandtickets reduzieren und zu sinkenden Nutzerzahlen führen. Stattdessen fordern wir schnell und problemlos umsetzbare Vereinfachungen: zum Beispiel die Kaufmöglichkeit am Automaten, kein Digitalzwang, Barzahlung, angemessene finanzielle Beteiligung von Bund und Ländern, verbilligte Angebote für Leistungsbezieher sowie variable Laufzeiten. Und nicht zuletzt ein notweniger planmäßiger Ausbau des ÖPNV-Angebots auf dem Land und in den Städten.
Die Einführung eines Passfotos beim Deutschlandticket wird vom DBV als unüberlegte Maßnahme ohne nachgewiesenen Nutzen bewertet, die dem Ziel der Vereinfachung und Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs widerspricht.
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