Luftbild eines gelben Busses an einer Haltestelle Foto: travel with lenses, pexels.com
Luftbild eines gelben Busses an einer Haltestelle

 

Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) reagiert auf Studie des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung

Wer Pendler von hohen Kosten sofort und nachhaltig entlasten will, kommt am Deutschlandticket nicht vorbei. Der von der Bundesregierung favorisierte Tankrabatt nutzt stattdessen nicht allen Pendler und Pendlerinnen. Er kostet viel und bringt auch aus Sicht von Ökonomen wenig. Das betont der DBV anlässlich des heute vorgestellten Berichts „Die Kosten des Pendelns und der Einfluss des Deutschlandtickets“ des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt.

Die Studie vergleicht Mobilitätskosten auf Basis von Daten aus 2022 und 2024. Dabei zeigt sich: Die monatlichen Pkw-Kosten stiegen im Untersuchungszeitraum von 170,90 Euro auf 178,90 Euro. Im ÖPNV sanken die Kosten durch das Deutschlandticket hingegen deutlich – von 50,50 Euro auf 34,00 Euro pro Monat.

Der DBV sieht darin den Beleg, dass guter und flächendeckender ÖPNV Pendler entlastet. Die im selben Zeitraum festgestellte Preiserhöhung im Bahn-Fernverkehr um 7,3 Prozent wirft dabei ein kritisches Licht auf die Entwicklung.

Die Studie bestätigt zugleich, dass die Einführung des Deutschlandtickets 2023 – maßgeblich vorangetrieben durch den damaligen Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing (FDP) – eine richtige Entscheidung war. Die DBV kritisiert, dass eine von Teilen der Bundespolitik und zahlreicher Landespolitiker geäußerte generelle Ablehnung des Tickets keiner faktenbasierten Grundlage folgt.

Der DBV fordert Bund und Länder auf, folgende Verbesserungen umzusetzen:

  • Kauf ohne persönliche Daten an Schaltern und Automaten
  • Barzahlung
  • Halbmonats- und Monatsabonnements ohne Jahresbindung
  • Sozialtarif
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