Mehrere Personen sitzen in einem hellen Seminarraum und blicken auf eine Leinwand. Foto: Dr. Wilfried Ruppert
Mehrere Personen sitzen in einem hellen Seminarraum und blicken auf eine Leinwand.

Die AHN ist ein loses Bündnis von den meisten Organisationseinheiten historischen Nahverkehrs aller Art meist in Form von Vereinen, Museen oder Abteilungen von Nahverkehrsbetrieben. Seit nunmehr 36 Jahren organisieren ein oder mehrere Teilnehmer-Verbände die jährliche Tagung, an der auch ausländische Vertreter präsent sind. In diesem Jahr waren Teilnehmer aus sieben Ländern vertreten.

Der DBV war durch die Berliner S-Bahn-Museum gGmbH vertreten.

Die Tagungen bestehen jeweils aus Vortragsblöcken und anspruchsvollen Rahmenprogrammen.

Das Motto der Tagung in diesem Jahr lautete „ Vergangenheit auf neuen Gleisen-Geschichte in Bewegung“.

Inhalt der Vorträge beschäftigten sich mit Berichten aus den Vereinen, Erfahrungen mit der Technik historischer Fahrzeuge, neuen rechtlichen Regelungen, Organisationsgestaltung der Vereinstätigkeit bis hin zu neuen Erkenntnissen zur Geschichte des historischen Nahverkehrs.

Besondere Schwerpunkte waren die Gestaltung der Beziehungen zwischen den Vereinen und den jeweiligen Verkehrsbetrieben, die Nachwuchsgewinnung, vor allem die Jugendarbeit sowie der entsprechende Erfahrungsaustausch.

Ein Höhepunkt war der Beitrag des Betriebsleiters der Bremer Straßenbahn AG, der berichtete, wie wertvoll die Zusammenarbeit mit dem ausrichteten Verein Freunde der Bremer Straßenbahn e.V. beim diesjährigen Wintereinbruch war, als die modernen Fahrzeuge an den Naturereignissen scheiterten und die vom Verein betriebenen historischen Fahrzeuge die Oberleitung enteisten und die Strecken frei fuhren.

Die Rahmenprogramme bestanden vor allem aus vielen Fahrten mit historischen Straßenbahnen und Besichtigungen von Betriebshöfen der Bremer Straßenbahn AG und des Straßenbahn-Museums.

Zum Abschluss gab es noch eine Sonderfahrt mit einem Museumszug der Kleinbahn Jeetze nach Thedinghausen. Bemerkenswert war dabei auch die Tatsache, dass der frühere Streckenteil von Jeetze nach Bremen zurzeit als neue Straßenbahnstrecke errichtet wird, aber zur Umgehung zeitraubender Bürokratie weiter als Eisenbahn zu betrieben ist, obwohl dadurch auch ein Teil der Straßenbahnfahrzeuge „eisenbahntauglich“ hergerichtet werden muss.

Dem ausrichtenden Verein und seinen Mitstreitern sei für die tolle Organisation einschließlich bester Versorgung gedankt.

Die nächsten AHN-Tagungen finden in den kommenden Jahren in Wien, Nürnberg und Rostock statt.

 

 

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