Menschenfiguren sitzen an einem runden Tisch und halten Schilder mit Zahlen hoch, an der Wand steht 'TOP 15a: Preis des Deutschlandtickets ab 1.1.2027' ki generiert
Menschenfiguren sitzen an einem runden Tisch und halten Schilder mit Zahlen hoch, an der Wand steht 'TOP 15a: Preis des Deutschlandtickets ab 1.1.2027'

Am 22. September 2025 hat der DBV an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder einen Brief geschrieben, in der er ihn auffordert, die Kundenverbände in die Preisgestaltung und Weiterentwicklung des Deutschlandtickets zu einem Runden Tisch einzuladen. Bisher blieb der Brief ohne Reaktion.

"Deutschlandticket - Bezahlbarkeit und Qualität im Dialog mit den Kunden sichern

Sehr geehrter Herr Bundesminister,

mit großer Sorge beobachten wir, wie der Preis des Deutschlandtickets Jahr für Jahr steigt, während sich gleichzeitig das Angebot nicht verbessert und ausgebaut wird. Viele Fahrgäste fragen sich zu Recht, warum sie für ein immer teureres Ticket keine Verbesserungen im Nahverkehr erhalten.

Das Deutschlandticket ist eine echte Alternative zum Auto. Es ist einfach, kostengünstig und überall nutzbar. Diese Vorteile werden unserer Meinung nach durch ständige Preiserhöhungen zu Lasten der Kunden ohne entsprechende Aufstockung der finanziellen Beteiligung durch Bund und Bundesländer auf Dauer kaputt gemacht. Die Qualität des Angebots bleibt schon heute durch ständige Ausfälle, Verspätungen oder deutlich eingeschränktem Service oft hinter den Erwartungen zurück. Dies untergräbt das Vertrauen in den öffentlichen Nahverkehr und gefährdet die Akzeptanz des Tickets.

In den vergangenen Jahren haben sich alle Kundenverbände sehr intensiv und ausführlich mit dem Deutschlandticket beschäftigt und Ideen erarbeitet, wie es einer noch breiteren Nutzergruppe zugänglich gemacht und sozial gerecht werden kann. Es reicht unserer Meinung nach nicht aus, wenn Bund und Bundesländer in trauter Eintracht immer nur bestimmen, dass die Kunden (die an dieser Meinungsfindung nicht beteiligt sind) mehr zahlen sollen, der eigene Anteil aber seit fast über zwei Jahren konstant ist und auch bleiben soll.

Deshalb erlauben wir uns die Forderung an Sie, einen Runden Tisch mit den Kundenverbänden einzuberufen. Wir sind der Meinung, dass in Zukunft auch die Kunden bei der Preisfindung und Ausgestaltung des Angebotes mit angehört werden sollten."

Der Deutsche Bahnkunden-Verband bedauert, dass sich Bundesverkehrsminister Schnieder Gesprächen mit denen verweigert, die seit Beginn an, seit dem 1. Mai 2023, alle Preiserhöhungen alleine tragen.

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