Die vorläufigen Daten des Robert-Koch-Instituts (https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Neuigkeiten-und-Presse/Meldungen-PM/Meldungen/2026-07-09_WB-Hitzemortalitaet.html) belegen eine Übersterblichkeit von rund 5.100 Personen während der Hitzetage Ende Juni 2026. Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) verweist auf den Zusammenhang zwischen Verkehrspolitik, Hitzebelastung und öffentlicher Gesundheit. Der öffentliche Verkehr ist in Sachen Mobilität der Schlüssel zur Einsparung von klimaschädlichen Emissionen.
Die Pariser Klimaziele erfordern eine Mobilitätswende, die über bloße Treibhausgasreduktion hinausgeht. Damit muss endlich begonnen werden. In den letzten Jahren haben die regierungstragenden Parteien CDU, SPD, CSU, FDP und Grüne die „Mobilitätswende“ zu einer reinen Antriebswende gemacht. Es reicht nicht aus, einen Verbrennermotor durch einen Elektromotor zu ersetzen. Einfach gesagt: ein Auto bleibt ein Auto.
Der öffentliche Verkehr ist nach Ansicht des DBV kein Sekundärfaktor, sondern ein wesentlicher Hebel: attraktive Bahn- und Busangebote machen Fahrten mit dem eigenen Auto überflüssig. Sie sorgen dafür, dass Flächenversiegelung durch Straßen und Parkmöglichkeiten nicht mehr notwendig sind und ermöglichen die Umgestaltung öffentlicher Räume – insbesondere in dichtbebauten und stark versiegelten Städten – für Grünflächen, die als natürliche Kühlsysteme wirken können und dringend gebraucht werden.
Der DBV fordert die Bundesregierung und die Länder auf, die Hitzetoten nicht als hinnehmbares Einzelereignis zu bewerten, sondern als Indikator für verfehlte Prioritäten. Die Milliarden Zuschüsse und Subventionen, die jährlich aus dem Bundeshaushalt direkt und indirekt in den Straßenverkehr fließen, wären als Stärkung des Angebotes im öffentlichen Personenverkehr wesentlich sinnvoller und nachhaltiger angelegt.
Zurück zur Übersicht
-
-